Ehrenamt

Allgemeine Informationen

Die Mitarbeit von freiwilligen Begleitern und Begleiterinnen ist wichtiger Bestandteil und Kennzeichen hospizlicher Versorgung. Neben pflegerischer und ärztlicher Versorgung, die durch unser Personal gewährleistet wird, ist die menschennahe Betreuung für schwerstkranke Patienten elementar. Als vier Säulen der Hospizarbeit lassen sich folgende Bereiche nennen: Psychosoziale Begleitung, Spirituelle Begleitung, Palliativpflege und Palliativmedizin. Die ersten beiden Säulen bauen zum großen Teil auf der Mitarbeit Freiwilliger.

Die Geschichte des Ehrenamts

Während in England die Hospizbewegung schon in den 1960er Jahren gegründet und angenommen wurde, öffnete in Deutschland erst fas 30 Jahre später das erste Hospiz seine Türen. Von Anfang an war das Ehrenamt ein ganz wesentlicher Bestandteil der Versorgung im Hospiz. Denn sie übernehmen Aufgaben, die nicht von Ärzten, dem Pflegepersonal oder den Angehörigen übernommen werden können.

Aufgaben ehrenamtlicher Mitarbeiter

Ehrenamtliches Engagement kann sowohl in der ambulanten hospizlichen Versorgung als auch im stationären Hospiz erbracht werden. Es hat viele Facetten. Im Zentrum der ehrenamtlichen Hospizarbeit steht jedoch die patientennahe menschliche Betreuung im Sterbeprozess. Diese erfolgt unabhängig von der pflegerischen und medizinischen Versorgung, die unser Personal und kooperierende Ärzte leisten. Ehrenamtliche Mitarbeiter betreuen sowohl die Sterbenden als auch deren Angehörige sowie Nahestehende. Sie alle benötigen emotionale Unterstützung sowie praktische Hilfe und Unterstützung. Die Betreuung der Patienten zielt darauf ab, ihnen einen Zugang zur Außenwelt zu ermöglichen, Beziehungen zur Familie oder zu Freunden (wieder) herzustellen. Außerdem soll die Normalität des Alltags aufrechterhalten und Kreativität gefördert werden. Angehörige benötigen zumeist Hilfe darin, wieder eigene Freiräume zu schaffen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und Pflegeprobleme zu lösen. Die Patienten aber vor allem ihre Nahestehenden benötigen besondere Unterstützung bei der Erledigung „letzter Dinge“. So besteht ehrenamtliche Hilfe auch darin, bei der Gestaltung des formalen und atmosphärischen Rahmens vor und nach dem Tod zu helfen.
Andere wichtige Ziele hospizlicher Versorgung und Begleitung sind auch, dass Schuld- und Schamgefühle bewältigt werden, biographisches Arbeiten gefördert wird, aber auch, dass Bestattung, Patientenverfügung und Testament thematisiert und organisiert werden.

Konkret bedeutet das, dass die Aufgabengebiete sehr vielfältig sind. Ehrenamtliche Sterbebegleitung reicht von bloßer Anwesenheit über Vorlesen und Gespräche bis hin zur Hilfe im Haushalt oder bei Behördengängen, Cafe- oder Kinobesuchen und der Erfüllung manch anderer Wünsche eines Menschen am Ende seines Lebens.

Ehrenamtlich Tätige können auch andere Aufgaben im Hospiz übernehmen, beispielsweise im administrativen Bereich, in der Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Spendenakquisition des Hospizes. Auch Hilfe bei gärtnerischen oder hausmeisterlichen Tätigkeiten ist herzlich willkommen. Eine genaue Übersicht finden Sie hier.